Ihr Landrat für Bad Kissingen


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Leserbriefe

Ein Leuchtturm der Hoffnung
Wir können uns nur wundern! Wie ist es möglich, dass der Landrat von Bad Kissingen, Thomas Bold, als nicht kompetenter Fachmann auf dem Gebiet zur Kündigung von Herrn Grollmann „Ja“ sagt!? Als relativ Außenstehende, aber Experten, haben wir unbefangen Einsicht in das Thema, das im Mittelpunkt steht: die Entlassung Grollmanns als eine der verdienstvollsten Persönlichkeiten unserer Region und weit darüber hinaus. Was unter seiner Federführung hier geschieht, was er für die Region tut in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht oder für die Jugend – um nur einige Aspekte zu nennen –, ist bekannt und mehr als anerkennenswert. Wir bezweifeln, dass die Zuständigen überhaupt wissen, was sie mit dem Versuch, einen solchen Mann „in die Wüste zu schicken“, tun. Eines ist jedoch gewiss: Das Renommee und Ansehen dieser Entscheidungsträger wird enorm belastet und sich bei den nächsten Wahlen kaum als Pluspunkt erweisen. Herrn Grollmann dagegen wird dieser Schritt auf lange Sicht stärker machen. Ein Schritt, der offenbar infam als Rufmordkampagne inszeniert wurde. Eine Frage an die Politiker: Wissen Sie eigentlich, dass ein solcher Mann, ein vielseitiger Musiker, Dirigent, Komponist, Musikwissenschaftler, Kantor und dazu Leiter der Hammelburger Musikakademie seinesgleichen sucht? Herr Grollmann ist ein unglaubliches Arbeitstier, ein unersetzlicher Motivator für die Jugend und in einer Zeit ohne Vorbilder ein Leuchtturm der Hoffnung, Freude und persönlichen Freiheit. Liebe Politiker, warum sehen Sie nicht, dass die Wiederbelebung unseres Kulturgutes bei ihm in den richtigen Händen liegt? Es gehört zu den vornehmsten und wichtigsten Aufgaben des Staates, die Kultur und damit die Musik, das Ausbildungswesen und damit die charakterliche Entwicklung unserer Kinder zu fördern. Es ist falsch, diese Aufgaben in die Hände von Wirtschaftsbeamten zu legen, die nur Kosten-Nutzen-Rechnungen aufstellen. Es wird höchste Zeit für ein Umdenken. Vernunft ist angesagt und nicht von üblichem Profitdenken bestimmte Kurzsichtigkeit!
Susan und Wolfgang Herweg Musikschule „Viva la musica“ 97839 Steinmark

Immer ein Stückchen voraus
Als Dirigentin und Musikerzieherin bin ich erschüttert, über die Vorgehensweisen in Hammelburg zu erfahren. Hermann Grollmann hat durch seine Tätigkeit als Direktor der Akademie nicht nur seine Arbeit in den Dienst einer der führenden Musikakademien Deutschlands gestellt, sondern hat durch sein unermüdliches Engagement die Institution erst zu der gemacht, die sie heute ist. Festivals wie Saale-Musicum und Projekte wie der Fränkische Kinderchor strahlen weit über die Grenzen Frankens aus und zeigen einmal mehr die ambitionierte Arbeit an einer musikalischen Bildungseinrichtung, die ihresgleichen sucht. In einer Zeit, in der das allgemeine Bildungsangebot vermehrt auf kurzzeitige Schnupperkurse und schnelle Erlebnispädagogik setzt, ist ein Akademiedirektor, der mit zukunftsorientierten Projekten eine umfassende Förderung des Musiklebens anstößt und konsequent durchführt, ein Visonär, der kurzlebige Trends von nachhaltiger Arbeit trennt und das Angebot der Akademie in Qualität und Kompetenz positioniert. Die Auslastung der von der Akademie angebotenen Kurse spricht für die Richtigkeit und Angemessenheit der in den Konzepten der Akademie verankerten Grundsätze. Die entstandenen Netzwerke von Musikausübenden, Ensembles, anderen Musikbildungsstätten sowie Sponsoren sind einzigartig und in direkter Verbindung von Herrn Grollmann und seinem Team zu sehen. Es ist kaum vorstellbar, dass es eine Berechtigung geben soll, Hermann Grollmann die Kündigung auszusprechen, einer Führungskraft, die mit schier unerschöpflicher Motivation für die Sache der Akademie Netzwerke schafft, Menschen begeistert und Zukunftstendenzen zum Wohle der Akademie aufzeigt. Die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikeinrichtungen in Deutschland und anderen Teilen der Welt zeigt mir, dass man lange suchen muss, um eine solche Führungspersönlichkeit zu finden: Jemanden, der als Musiker, Musikpädagoge, Musikwissenschaftler und Kulturmanager seine fachlichen Kompetenzen, seine Managerqualitäten, seine Fähigkeit, Ressourcen zu verknüpfen und zu bündeln in optimaler Weise einbringt. Jemanden, der neue Wege geht, um der Akademie zu ermöglichen, anderen Musikeinrichtungen immer ein Stückchen voraus zu sein.
Steffi Bade, Studienrätin am Erich Kästner Gymnasium Eislingen


Ungeahnter Aufschwung und Imagegewinn
Die bayerische Musikakademie Hammelburg hat unter der Leitung des derzeitigen Akademiedirektors in den vergangenen Jahren einen ungeahnten Aufschwung und Imagegewinn erzielt, der weit über die Region hinausreicht. In unermüdlicher Arbeit hat Herr Grollmann innovative Projekte ins Leben gerufen und mit dem Namen der Akademie verbunden. Ohne diese hätte die Musikakademie in Hammelburg weiterhin in provinzieller Verschlafenheit vor sich hin gedümpelt und ihre Qualitäten wären höchsten einem engen Kreis Eingeweihter bekannt gewesen. Nebenbei erzielte Herr Grollmann mit seinem Wirken natürlich auch eine zusätzliche touristische Werbung für den Akademiestandort Hammelburg. Dabei ist inzwischen jedem im Kulturbereich Tätigen - sei es in einer Musikschule oder einem gestandenen Symphonieorchester bekannt, dass durch Projektarbeit neue zusätzliche Kreise für die eigene Institution zu gewinnen sind. Durch eine Vielzahl von Veröffentlichungen, Seminaren und wissenschaftlichen Foren quer durch die Republik sind die Gründe dafür wie z.B. die demographische Entwicklung oder das kulturelle Verhalten Jugendlicher den Verantwortlichen bekannt. Mainstream ist inzwischen auch, dass weit überwiegend die Förderung kultureller Institutionen von einer generellen Unterstützung auf Projektförderung umgestellt wurde. Vor allem Sponsoren aus der Wirtschaft geben jedoch selten einen allgemeinen Zuschuss, bei dem der Rückfluss an positiver öffentlicher Darstellung kaum kalkulierbar ist, sondern engagieren sich lieber für ein bestimmtes, klar umrissenes Projekt. Und wir alle wissen, wie gern sich speziell konservative Politiker in den letzten Jahren hinstellten, insgeheim Zuwendungen kürzten und die Kulturtreibenden aufforderten, sie sollten sich um die Gewinnung von „Drittmitteln“ aus der Wirtschaft bemühen!!! Dass dies für die Sponsoren natürlich auch nach hinten losgehen kann, zeigen die aktuellen Vorgänge um die Tour de France; vielleicht profitiert die Musik ja davon, denn gedopte Sänger sind wohl eher „Science fiction“. All diese engagierte Arbeit des Akademiedirektors wird nun mit einer - politisch motivierten? -fristlosen Kündigung in kürzester Zeit vernichtet. Der durch den federführenden Landrat erzielte Imageschaden ist zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht absehbar, geschweige denn in Zahlen auszudrücken. Ganz abgesehen von dem Versuch einer Rufmordkampagne im Zusammenhang mit der Publizierung inzwischen nachgewiesener Maßen nichtiger Gründe für die Kündigung. So ist z.B. das Engagement von Herrn Grollmann als einer aus der Kirchenmusik und Chorarbeit entstammenden Persönlichkeit im Rahmen des Landesvorstandes der Jeunesses musicales Deutschland, einem Verband dem überwiegend Jugendorchester vom BJO über Schul- und Musikschulorchester bis zum kleinen vereinsgetragenen Ensemble vor Ort angehören, nur erklärbar durch seinen Impetus, auf diese Weise zusätzliche Verbindungen zu „seiner“ Akademie zu halten und neu zu knüpfen. Erst vor wenigen Monaten beschloß der Landesvorstand, den Sitz von Jeunesses musicales Bayern an die Akademie zu verlegen und Herrn Grollmann als neuen Landesvorsitzenden vorzuschlagen. Diese Überlegungen entstanden natürlich aus der Erkenntnis der hervorragenden Arbeit des Akademiedirektors Grollmann. Allein die Art und Weise des Vorgehens – zum Zeitpunkt der Kündigung werden Schlösser an Türen zu Computerräumen ausgetauscht, natürlich um Hintergründe zu vertuschen und Beweismittel zurück zu halten – erinnert stark an längst vergangen geglaubte Verhaltensweisen aus einem anderen Teil Deutschlands. Bleibt zu hoffen, dass mit der Rücknahme der Kündigung, einer Entfernung von Leuten aus der Akademie, die in der Vergangenheit gegen ihren Arbeitgeber gewühlt haben und einer öffentlichen Entschuldigung des Landrates diese Farce schnellstmöglich beendet wird.
Landesvorstand Jeunesses musicales Bayern, Gerhard Olesch Huppendorf 30, 96167 Königsfeld


Wahlspruch: Lieber Säen statt Sieben | info@landrat-bad-kissingen.de

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